Um zuerst einmal mit einem Vorurteil aufzuräumen:
Ein Gateway hat zuerst einmal nicht zwangsläufig etwas mit Internet zu tun! Mit PiCQ betriebene Gateways können ihre Aufgaben auch ganz ohne Internet verrichten! -Diese Gateways jedoch über das Internet zu vernetzen, bringt eben weitere Möglichkeiten für alle Funker, die über das Gateway arbeiten. Ob man dies nun als Vor- oder Nachteil ansieht, bleibt jedoch jedem Gatewaybetreiber selbst überlassen.
Wozu ist ein Funk Gateway überhaupt gut und was macht es?
Eine Funk-Runde ist im Grunde genommen eine Art soziales Netzwerk. Denn sie besteht aus mehreren Einzelpersonen, welche über ihr Medium (CB-Funk, Freenet oder PMR) miteinander Informationen austauschen (indem sie sich miteinander unterhalten).
Ein Gateway ist in etwa zu verstehen als ein Tor (oder eine Brücke) zu einem anderen Netzwerk oder eben zu einem anderen Medium, welche unter normalen Umständen nicht miteinander interagieren können.
Für die Verwendung eines Gateways gibt es viele gute Gründe. Neben dem, dass durch ein Gateway die Reichweite der einzelnen QSO's extrem vergrößert werden kann, ist es auch möglich verschiedene Frequenzbänder damit, miteinander zu verbinden.
Wir stellen uns einmal vor: Oskar möchte nun auch mit Frank ein QSO führen. Jedoch ist Frank gerade umgezogen. Frank lebt nun in einem Mietshaus und die Hausverwaltung duldet weder eine Hochantenne auf dem Dach, noch eine Boumerang-Antenne am Balkongeländer. -Das ist jetzt schon etwas schlecht für den Frank. Aber Frank braucht sein Hobby jetzt nicht unbedingt aufzugeben, denn er wohnt relativ nahe am QTH von Hans (aus dem oberen Beispiel). Nun schafft sich Frank einfach ein kleines Freenet-Funkgerät an und kann damit dank dem Gateway von Hans trotzdem an den QSOs seiner Freunde weiter teilnehmen. -Da freut sich der Frank und der Hausverwaltung ist das ziemlich egal.
Wir stellen uns einmal vor: Der Hans in München und der Stephan aus Hamburg (aus obigem Beispielen) haben ihre beiden Gateways nun auch über das Internet miteinander verbunden. Dadurch können nun auch Sven (CB-Funk Kanal40 in der Nähe Münchens) und Til (Freenet Kanal 2 in Hamburg) miteinander funken, und dass ohne mit gewaltigen Brennern, jedem anderen Funker der dazwischen wohnt den Spaß am Hobby zu versauen.Das wahren nun nur einige Beispiele. Ich habe die Situationen und Namen frei erfunden, aber sie geben ziemlich genau die Einsatzgebiete eines Gateway wieder.
Ein Gateway verbindet also quasi Leute und Frequenzbänder miteinander, welche ohne es nicht miteinander, auf diese Weise kommunizieren könnten.